Interaktives Google Doodle zum Tag der Erde (22.April 2013) 4

Am heutigen 22. April 2013 wird in über 175 Länder der Welt der Tag der Erde gefeiert. Auch die Suchmaschine Google feiert mit und überrascht seine Nutzer mit einem tollen interaktiven Google Doodle zum Tag der Erde auf seiner Startseite.

google doodle tag der erde

Der Tag der Erde wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen und soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken, aber auch dazu anregen, die Art des Konsumverhaltens zu überdenken.

Der Name und das Konzept wurde erstmals von John McConnell im Jahr 1969 bei einer UNESCO-Konferenz in San Francisco vorgeschlagen. Er sollte am 21. März 1970, dem ersten Tag des Frühlings auf der Nordhalbkugel gefeiert werden. Dieser Tag wurde später in einer Proklamation von UN-Generalsekretär U Thant sanktioniert.

Um auf die Probleme der Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen, initiierte etwa zur gleichen Zeit der damalige US-Senator von Wisconsin Gaylord Nelson einen nationalen Umweltaktionstag mit dem Namen „Environmental Teach-in“ oder „Earth Day“, der jährlich am 22. April stattfindet, um die Menschen zum Überdenken ihres Verbrauches anzuregen. Der Tag wird seit 1970 in den USA begangen, wo er von Anbeginn sehr beliebt war und alljährlich an tausenden von Universitäten und Colleges Veranstaltungen stattfinden. Am ersten Earth Day im Jahre 1970 beteiligten sich 20 Millionen Menschen an Aktionen.

Unabhängig davon wurde der 21. März ebenfalls in zahlreichen Städten gefeiert, so in San Francisco und anderen Städten Kaliforniens, Zu dieser Zeremonie gehörte das Läuten der – ursprünglich japanischen – Weltfriedensglocke.

Seit 1990 wird dieser weltliche Feiertag am 22. April international begangen. 200 Millionen Menschen in 141 Ländern wurden erreicht. Diese globale Kampagne diente auch der Vorbereitung der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Im Jahre 2000 wurde der Tag der Erde von Kelly Evans organisiert. Er erreichte rund 5000 Umweltorganisationen in 183 Ländern und schätzungsweise mehrere hundert Millionen Menschen. Leonardo DiCaprio war offizieller Gast für die zentrale Eröffnungsveranstaltung, bei der 400.000 Teilnehmer gezählt wurden. Unterstützung fand die Aktion insbesondere von US-Vizepräsident Al Gore.

Im Jahr 2009 wurde auf Vorschlag der bolivianischen Regierung der 22. April von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Mutter Erde erklärt.Als Tag der Schöpfung ist der Tag der Erde für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika auch ein kirchlicher Gedenktag.

Nach der gescheiterten UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 lud der bolivianische Präsident Evo Morales zum Internationalen Tag der Mutter Erde 2010 und zu einer alternativen Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte von Mutter Erde ein. Staatsvertreter sollten gemeinsam mit Experten und Nichtregierungsorganisationen nach anderen Wegen angesichts des vom Menschen verursachten Klimawandels suchen. Die Konferenz mit weit mehr als 30.000 Teilnehmern aus mehr als 140 Ländern fand vom 20. bis 22. April 2010 in Cochabamba statt. An der Veranstaltung waren auch Regierungsvertreter aus 47 Ländern beteiligt.

In seiner Eröffnungsrede benannte Präsident Morales das kapitalistische System als Hauptursache für das Ungleichgewicht auf der Erde, da der Planet und seine Bewohner unter dem grenzenlosen Wachstumszwang leiden würden. In 17 Arbeitsgruppen, die in überfüllten Hörsälen tagten, wurde ein zehnseitiges „Abkommen der Völker“ erarbeitet. Als einer der Hauptverursacher des Klimawandels wird der Agrarsektor benannt, der Lebensmittel für den Markt, aber nicht für die Ernährung aller Menschen produziere. Die Industrieländer werden aufgefordert, ihren CO2-Ausstoß bis 2020 zu halbieren und sechs Prozent ihres jährlichen Haushalts in einen Weltklimafonds einzuzahlen. Unternehmen und Regierungen sollen vor einem zu gründenden Weltklimagerichtshof verklagt werden können. Gemeinsam von Regierungen, Umweltorganisationen und Gewerkschaften soll ein weltweites Referendum zum Umweltschutz organisiert werden. Die Pläne sollten bei der folgenden UN-Klimakonferenz in Cancún 2010 eingebracht werden.

Weitere Informationen:

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4 thoughts on “Interaktives Google Doodle zum Tag der Erde (22.April 2013)

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  4. Reply Br. Hans-Jürgen Feiten OFM Apr 29,2013 08:33

    Anmerkungen zum Doodle anlässlich des Earth-Day 2013, aus einer Predigt vom gestrigen Sonntag:

    „Ich finde, ein sehr gelungenes Doodle, das uns die natürlichen Kreisläufe der Natur anschaulich vor Augen führt. Doch hat dieses Doodle auch seine Grenzen. Es erweckt einen sehr mechanistischen Eindruck eines immerwährenden Gleichen und vor allen Dingen fehlt mir der Mensch in diesem Geschehen. – Das Doodle ist quasi ein Abbild der Schöpfung vor der Erschaffung des Menschen am 6. Schöpfungstag. Bevor Gott sprach: „Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.“
    Ist eine Welt ohne den Menschen eine heile Welt? … In einer gewaltigen Vision beschreibt Johannes die Heimholung der Schöpfung in die Glorie des Auferstandenen, das neue Jerusalem.
    Von einem neuen Himmel und einer neuen Erde ist da die Rede. Und die Krönung dieser großartigen Vision ist das Wort Gottes:
    „Seht, ich mache alles neu!“
    Ein Schöpfungswort, dass uns sagen will: dort, wo wir menschlich gesehen am Ende sind, da greift Gott ein. Bietet Gott uns einen Neuanfang. Und neu wird alles durch die Liebe. Durch die Liebe Gottes zu uns und seiner gesamten Schöpfung. – Es gibt also eine Alternative zum „Planeta o Muerte“ von Evo Morales. [Sein leidenschaftliches Bekenntnis zur Mutter Erde.] Gott selbst bietet sie uns an.
    In der Auferstehung Jesu hat Gott bereits etwas absolut Neues gesetzt, seine himmlische Verherrlichung. Sie ist der Anfang einer ganzen Reihe von „neuen Dingen“, an denen auch wir Anteil haben dürfen. „Das Neue“ ist eine Welt voller Freude, in der es keine Leiden und keine Unterdrückung mehr gibt, in der es weder Groll noch Haß gibt, sondern nur die Liebe – die Liebe, die von Gott kommt und alles verwandelt.
    … Und wir werden anerkennen müssen, dass die Welt, so wie wir sie kennen und in der wir unseren Platz einnehmen, so nicht für immer bestehen bleiben wird. Sie wird vergehen. – Sie ist eben kein immerwährendes Kreislaufgeschehen, kein mechanisches Laufwerk. Doch wird danach nicht der Tod sein, wie es Evo Morales vermutet. Vielmehr ist es Gott selbst, der uns eine neue Zukunft, einen Neuanfang sichert, trotz all unserer Schwächen und Fehler, trotz unseres Versagens. Er selbst wird die ganze Schöpfung von innen her, von sich her, erneuern – und diese wird dem Liebesgebot, als dem Lebensgesetz der neuen Schöpfung untergestellt sein. … Möge die Liebe Gottes zu seiner ganzen Schöpfung so allezeit durch unsere alltägliche Lebenspraxis sichtbar werden. …“

    pace e bene

    Br. Hans-Jürgen Feiten OFM

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