Ella Fitzgerald Doodle zum 96. Geburtstag der Jazz Sängerin 1

Am heutigen Donnerstag überrascht die Suchmaschine Google seine Nutzer wieder einmal mit einem schönen Doodle auf seiner Startseite. Nachdem in dieser Woche bereits der Tag der Erde mit einem interaktiven Doodle gefeiert wurde, folgt heute ein sehr schönes Doodle zu ehren der amerikanischen Jass Sängerin Ella Fitzgerald die am heutigen Tag ihren 96. Geburtstag feiern würde.

Ella Fitzgerald Google Doodle

Ella Fitzgerald wuchs in Yonkers in der Nähe von New York auf und war seit ihrem vierzehnten Lebensjahr als Vollwaise auf sich allein gestellt. Ihr Debüt als Sängerin gab sie mit siebzehn im legendären Apollo Theater in Harlem; das Apollo Theater veranstaltete regelmäßige Amateurwettbewerbe, von denen sie einen gewann. Ursprünglich wollte sie bei diesem Talentwettbewerb als Tänzerin antreten; als der Moment des Auftritts gekommen war, zitterten ihr jedoch vor Aufregung so die Beine, dass sie stattdessen ein Lied sang. Fitzgerald wurde daraufhin 1935 von Chick Webb in seine Big Band engagiert. 1936 nahmen sie mit „Love and Kisses“ eine erste Platte auf; 1938 hatten sie einen Nummer-Eins-Hit: Das fröhliche A Tisket A Tasket – eigentlich ein Kinderlied – machte sie mit Chick Webb zum Star. Ein weiterer Nummer-Eins-Hit gelang ihr mit Into Each Life Some Rain Must Fall im Jahre 1944. Fitzgerald konnte sich sowohl in den Pop-, als auch in R&B- und Country-Charts der USA platzieren.

Als Chick Webb 1939 starb, übernahm sie zunächst die Band, die nun unter dem Namen Ella Fitzgerald and Her Famous Orchestra auftrat. Da Ella Fitzgerald aber keine Noten lesen konnte, taugte sie nicht als Bandleaderin. So begann sie 1941 ihre Solokarriere und entwickelte sich zu einer der größten Jazzsängerinnen. 1946 tourte sie mit Dizzy Gillespie und trat in der Jazz at the Philharmonic -Konzertreihe von Norman Granz auf, der sie auch in dem Musikfilm Improvisation(1950) mitwirken ließ. Nach einem Auftritt im Film Pete Kelly’s Blues 1955 ging sie zu Verve Records. Ihr Repertoire reichte von Swing über Bebop, Blues, Bossa Nova, Samba, Gospel und Hip-Hop bis zu verjazzten Weihnachtsliedern. Oft wurde sie die First Lady of Song genannt. Ihr Markenzeichen war eine Gesangsart, die sie mitentwickelte und der sie zu Weltruhm verhalf: der Scatgesang. Charakteristisch ist der jugendliche Charme ihrer Stimme und ihre bis heute unübertroffene Leichtigkeit der Phrasierung, welche es ihr erlaubte, mit einem beachtlichen Stimmumfang von drei Oktaven wie ein Jazz-Instrumentalist zu improvisieren.

Zu Fitzgeralds herausragenden Schallplatteneinspielungen zählen ihre Songbooks, der wichtigsten amerikanischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, denen sie damit Denkmäler setzte und allen nachfolgenden Sängerinnen Lehrbücher für die perfekte Interpretation der jeweiligen Songs gab.

Im folgenden eine Auflistung ihrer klassischen Songbooks für das Label Verve und die dazugehörigen Arrangeure:

1956 – Ella Fitzgerald Sings the Cole Porter Songbook (Buddy Bergmann)
1956 – Ella Fitzgerald Sings the Rodgers & Hart Songbook (Bregman)
1957 – Ella Fitzgerald Sings the Duke Ellington Songbook (Duke Ellington & Billy Strayhorn)
1958 – Ella Fitzgerald Sings the Irving Berlin Songbook (Paul Weston)
1959 – Ella Fitzgerald Sings the George and Ira Gershwin Songbook (Nelson Riddle)
1961 – Ella Fitzgerald Sings the Harold Arlen Songbook (Billy May)
1963 – Ella Fitzgerald Sings the Jerome Kern Songbook (Riddle)
1964 – Ella Fitzgerald Sings the Johnny Mercer Songbook (Riddle)

Für andere Plattenfirmen nahm sie später ebenfalls Songbooks auf, unter anderem erneut mit Liedern der Gebrüder Gershwin sowie Cole Porter und Antônio Carlos Jobim. Kolleginnen wie Sarah Vaughan oder Dinah Washington folgtem ihrem Beispiel und nahmen ebenfalls Songbooks auf. Eine weitere bedeutende Einspielung Fitzgeralds gibt es von Gershwins Oper Porgy and Bess, die sie gemeinsam mit Louis Armstrong aufnahm. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Live-Einspielungen der Konzerte von Fitzgerald, die zeigen, dass es keinen Unterschied zwischen einem Studio- oder Livegig bei ihr gab. Die einzigen qualitativen Unterschiede bestehen bei der Aufnahmetechnik. Sie gewann insgesamt 13 Grammys; 1987 wurde sie mit der National Medal of Arts ausgezeichnet.

Sie litt lange Jahre an Diabetes, der gegen Ende ihres Lebens zur Erblindung führte. Eine weitere Folge der Krankheit war die Amputation beider Unterschenkel im Jahre 1993. Drei Jahre später verstarb sie als eine der wichtigsten Jazzsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie liegt auf dem Inglewood Park Cemetery in Inglewood bei Los Angeles begraben.

 

Weitere Informationen:

 

Zum Ella Fitzgerald Doodle

 

Weitere Doodles findest du hier im Google Doodle Archiv

 

Ella Fitzgerald Doodle zum 96. Geburtstag der Jazz Sängerin: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
5,00 von 5 Punkten, basieren auf 5 abgegebenen Stimmen.
Loading...

Diese Seite bewerten

One comment on “Ella Fitzgerald Doodle zum 96. Geburtstag der Jazz Sängerin

  1. Pingback: Ella Fitzgerald – Jazz Sängerin bekommt ein Google Doodle zum 96. Geburtstag – OCEPARX

Leave a Reply