Das sind die häufigsten Irrtümer rund um den Auszug

Es ranken sich viele Gerüchte rund um das Thema Miete. Das gilt vorallem bei in Sachen Auszug. Beim Umzug haben viele Mieter ihre eigenen Vorstellungen vom Gesetz. Bestimmte Mythen existieren immer noch und haben oft unerwünschte Konsequenzen. 

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Nach einem Bericht des Deutschen Mieterverbandes streiten sich mehr als 270.000 Mieter und Vermieter jedes Jahr vor deutschen Amtsgerichten. Das deutsche Mietrecht ist sehr kompliziert und selbst Anwälte kennen nicht jedes Gesetz in den Büchern. Viele Mieter erfahren erst aus den Gesprächen mit Freunden und Familie von ihren Rechten und Pflichten, insbesondere wenn sie umziehen und Missverständnisse ansammeln.

Mythos 1: Bringen Sie Ihrem Mieter 3 Nachmieter, dann kommen Sie schneller aus dem Mietvertrag

Diesen Mythos kennen viele, doch leider gibt es eine solche Regel nicht. Der Vermieter hat immer die letzte Entscheidung und muss ein solches Angebot von Mietern nicht annehmen. 

Es ist einfach. Mieter können den Mietvertrag nur durch eine Kündigung beenden. Aber lesen Sie sich Ihren Vertrag gründlich durch, denn oft kann dort eine Sonderregelungen festgelegt werden, die Ihnen das Recht zuspricht früher ausziehen zu können, wenn Sie einen Nachmieter finden. 

Mythos 2: Sobald die Wohnung gekündigt ist, muss der Vermieter die restliche Miete von der Kaution abziehen

Dieser Mythos ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Wenn Sie so vorgehen bringen Sie sich selber nur in Zahlungsverzug.  Allgemein gilt, dass Sie die volle Miete bis zum letzten Tag bezahlen müssen. Die Kaution kann verwendet werden, um den Vermieter für alle Ansprüche gegen den Mieter zu entschädigen. Dazu zählen beispielsweise Mietrückständen oder Schönheitsreparatur die durchzuführen sind.

Mythos 3: Schönheitsreparaturen sind immer notwendig

Hierbei entscheidet immer die Ausführung im Mietvertrag. Im Normalfall sind Vermieter dazu verpflichtet, Schönheitsreparaturen durchzuführen. Er kann jedoch seine Verantwortung auf den Mieter übertragen. Solche Bestimmungen sind im Mietvertrag festzulegen. Der Vermieter kann seine Anforderungen jedoch erst nach Inkrafttreten der Klausel durchsetzen. Zum Beispiel ist eine einfach formulierte Klausel wie, dass Mieter beim Auszug immer streichen muss, nicht wirksam. 

Mythos 4: Zieht der Mieter vor Mietende aus, muss nur noch die Kaltmiete bezahlt werden

Immer wieder kommen Mieter auf die Idee, bei vorzeitigem Auszug nur noch die Kaltmiete zu zahlen. Für viele sei das logisch, da von diesem Zeitpunkt an kein Strom oder ähnliches mehr verbraucht wird. Laut dem Deutschen Mieterverbandes hat der Vermieter das Recht, die vereinbarte Miete bis zum letzten Tag des Mietverhältnisses zu verlangen. Ein vorzetiger Auszug befreit den Mieter nicht von den Nebenkosten. Mieter erhalten jedoch bei Überschuss eine Rückzahlung. 

Mythos 5: Wenn der Mieter die Miete einfach nicht mehr zahlt, wird er fristlos gekündigt

Der Mieter sollte das lieber nicht versuchen. Andernfalls kann der Vermieter ihn auffordern, hohe Kosten wie Makler- und Anwaltskosten zu zahlen. Der Mieter untersteht der Pflicht, die Miete bis zum Ablauf des Mietverhältnisses zu zahlen. Experten waren davor, dass Mieter mit dieser Technik sowohl nicht billiger als auch nicht schneller aus dem Vertrag rauskommen. Sollte es doch zur fristlosen Kündigung kommen, müssen Mieter mit hohen Schadensansprüchen rechnen. 

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